Familienwappen...

Chronik der Familie Lührs

Familienwappen

    

Seit ca. 1690 sind die Vorfahren der Familie Lührs schon in der Region ansässig. Zunächst beginnt die Spur in Hankensbüttel und geht über Schweimke und Lüder nach Stöcken. Dort wird 1888 Friedrich Lührs als dritter und jüngster Sohn geboren. Er wird Straßenwärter für die jetzige Landesstraße von Stöcken nach Wittingen. Nebenbei betreibt er im 1. Weltkrieg eine Schweinemästerei am Bahnhof in Stöcken. Diese Mästerei erbringt das Startkapital für den Kauf des Vorwerkes Rumstorf des Rittergutes Wittingen, was 1917 verkauft wurde, da der Pächter v.Dobberkau die Pachtung aufgibt. Sein einziger Sohn war im 1.Weltkrieg gefallen.

Mit Hilfe seiner beiden Brüder gelingt Friedrich Lührs die Existenzgründung auf dem 100 ha großen Hof. Da nur ein alter Schafstall und ein baufälliges Tagelöhnerhaus dort stehen, beginnt Friedrich 1922 zu bauen. Zunächst wird ein Kuhstall für 32 Kühe gebaut, der lange ein wichtiges Standbein des Betriebs  ist. 1922 heiratet Friedrich seine damalige Haushälterin Frieda geb. Brockmann. 1923 entsteht das Wohnhaus, schon damals mit Zentralheizung und fließend warm und kalt Wasser.  In den Folgejahren werden die restlichen Gebäude errichtet. 1926 wird Tochter Friedel und 1928 Sohn Friedrich geboren.

1938 wird zum Anbau von Zuckerrüben eine Beregnungsanlage gebaut. Sie ermöglicht mit einem zentralen Brunnen und einer Erdleitung mit Hydranten eine Beregnung der Acker und Grünlandflächen. Den zweiten Weltkrieg überlebt die Familie bis auf den Onkel Heinrich Lührs aus Stöcken, der von den Nazis im KZ umgebracht wird. Sohn Friedrich erlernt die Landwirtschaft und besucht die Thaerschule in Celle.

Kurz nach Abschluss der Schule verunglückt der Vater 1952 bei einem Verkehrsunfall tödlich. Sohn Friedrich übernimmt den Betrieb mit 24 Jahren.  Er heiratet 1955 Magdalene geb. Willies und 1957 wird Sohn Friedrich, 1959 Sohn Hans-Heinrich und 1961 Tochter Frauke geboren. 1969 stirbt mit Frieda Lührs die letzte der Gründergeneration. Söhne Friedrich und Hans-Heinrich schlagen  nach dem Abitur beide den landwirtschaftlichen Weg ein. Friedrich studiert in Kiel und Hans-Heinrich macht nach der Lehre die 2 Jährige Fachschule in Celle. 1986 steigen beide in den Betrieb ein. Mittlerweile werden 175 ha Acker bewirtschaftet und 1988 wird eine neue Kartoffelscheune gebaut, die 1998 schon erweitert werden muss. 

1987 heiratet Friedrich jun. Petra geb. Heydenreich und 1990 wird Sohn Friedrich Peter und 1992 Sohn Heiko geboren.1993 geht Friedrich Lührs sen. auf sein wohlverdientes Altenteil. Seit 1991 wird in der Altmark ein zweiter Betrieb bewirtschaftet, der seit 2003 von Hans-Heinrich in Vollzeit betrieben wird. 2004 stirbt Friedrich Lührs sen. Der Rumstorfer Hof wird seit 2003 von Friedrich Lührs allein bewirtschaftet. Sohn Friedrich Peter macht seit 2007 eine landwirtschaftliche Ausbildung und möchte später den Hof übernehmen.

 

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